im Rheintaler vom 16. August 2017
Andreas Broger | Präsident CVP Altstätten-Eichberg


Altstätten braucht eine lebendige Altstadt

Die CVP Altstätten-Eichberg hat am Montag an einer ausserordentlichen Mitgliederversammlung die Parole für die kommende Abstimmung über die Initiative zur autofreien Marktgasse und den Gegenvorschlag gefasst.

Die Altstadt ist für Altstätten von sehr grosser Bedeutung. In der Altstadt wird gelebt, gearbeitet, werden Geschäfte getätigt und finden wichtige und beliebte Veranstaltungen aller Art statt. Das soll nach Auffassung der CVP nicht nur so bleiben, sondern gezielt gefördert werden. Dazu braucht es aber eine vernünftige Erschlies­sung der Altstadt mit allen Verkehrsmitteln. Das gilt auch für die Häuser und Geschäfte an der Marktgasse.

Auswirkungen der Sperrung werden ausgeblendet

Mit der Initiative für eine autofreie Marktgasse soll der Motorfahrzeugverkehr aus der Marktgasse weitgehend verbannt werden. Welche Auswirkungen die Sperrung der Marktgasse für die Bewohnerinnen und Bewohner der Altstadt, für die Geschäfte in der Marktgasse und für die Verkehrsführung auf den anderen Strassen der Altstadt hat, die mit der Marktgasse verbunden sind, blendet die Initiative völlig aus und von den Initiantinnen und den Initianten ist davon wenig bis gar nichts zur erfahren. Dasselbe Schweigen herrscht mit Bezug auf die Weiterentwicklung der Altstadt nach der Sperrung der Marktgasse. Auch dazu herrscht weitgehend Schweigen. Andere sollen sich darum kümmern, heisst von Seiten der Initiantinnen und Initianten.

Die Altstadt von Altstätten ist ein wichtiges Kulturdenkmal und eine attraktive Sehenswürdigkeit, aber kein Museum, sondern ein Lebensraum und Arbeitsort für viele Menschen. Für die Zukunft von Altstätten ist es ausserordentlich wichtig, dass es auch so bleibt. Dazu muss aber auf die Bedürfnisse jener, die in der Altstadt leben, arbeiten und Geschäfte betreiben, Rücksicht genommen werden.

Weitere Massnahmen zur Belebung sind nötig

Eine wesentliche Grundlage für das Leben in jeder Stadt ist der Verkehr. Dieser Verkehr muss nach Auffassung der CVP mit entsprechenden Rahmenbedingungen auch in der Marktgasse möglich bleiben. Solche Rahmenbedingungen gibt es mit der Begegnungszone Altstadt schon heute und mit dem Gegenvorschlag des Stadtrats von Altstätten zur Initiative «Autofreie Marktgasse» sollen sie so weiterentwickelt werden, dass ein harmonisches Nebeneinander von Fussgängerinnen und Fussgängern, Velos und Autos möglich ist. Dabei darf es aber nicht bleiben. Nötig sind weitere Massnahmen zur Belebung und Aufwertung der Altstadt. In anderen Städten tragen offenes Wasser, Pflanzen, Gärten, Kunstwerke, Sitzgelegenheiten usw. viel zur Wohnlichkeit und zum Ambiente der Innenstädte bei. Auch in Altstätten wäre in diesem Bereich noch viel möglich.

CVP für Gegenvorschlag der Stadt

Die CVP Altstätten ist der Überzeugung, dass mit dem Gegenvorschlag des Stadtrats zur Initiative «Autofreie Marktgasse» ein weiterer wichtiger Schritt zur Entwicklung der Altstadt von Altstadt getan werden kann. Dabei darf es nicht sein Bewenden haben. Vielmehr ist auf der positiven Grundlage, die mit dem neuen Rathaus und dem Rathausplatz gelegt wurde, weiter aufzubauen und die Altstadt nicht nur mit Bezug auf den Motorfahrzeugverkehr zu beruhigen, sondern auch als Arbeits- und Lebensraum weiter zu entwickeln. Das ist aber nur mit einer intensiven Zusammenarbeit der politisch Verantwortlichen, der Menschen in der Altstadt und der Bevölkerung von Altstätten möglich. Zudem müssen die erforderlichen finanziellen Mittel dafür bereitgestellt werden.

Die CVP Altstätten-Eichberg empfiehlt die Annahme vom Gegenvorschlag des Stadtrates und die Ablehnung der Initiative.


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