Altstätten | 31. Mai 2017

Die Arbeitsgruppe Spielraum Altstadt begrüsst den Gegenvorschlag des Stadtrates Altstätten zur Initiative „autofreie Marktgasse“.

Mit diesem ausgewogenen und fundierten Gegenvorschlag des Stadtrates werden sowohl Anliegen der Liegenschaftseigentümer, Bewohner und Geschäftsbetreiber als auch der Initianten berücksichtigt.

In der Marktgasse Altstätten haben sowohl die Fussgänger als auch die Autos Platz. Das Nebeneinander mit Vorrang für den Fussgänger bewährt sich bestens. Die Bewohner und die Geschäftsbetreiber sind tolerant und bieten Hand für die Beanspruchung der Gasse für Veranstaltungen im bisherigen Rahmen. Die Marktgasse und mit ihr die Altstadt sollen belebt sein. Dazu braucht es Leute, die zu Fuss, mit dem Velo oder für kurze Zeit mit dem Auto in die Stadt fahren wollen. Sie tragen dazu bei, Altstätten für das Einkaufen und das Zusammenkommen der Leute attraktiv zu halten und positiv weiterzuentwickeln.

Eine offene Stadt ist eine belebte Stadt. – So muss Altstätten sein.

Mit der bewährten Begegnungszone und durch die angepasste Verkehrsführung mit dem neuen Linksabbiegeverbot beim Frauenhof wird der störende Durchgangsverkehr unattraktiv gemacht. Die deutliche Reduktion der Parkplätze wertet das Bild der Altstadt auf und erhöht die Sicherheit beim Parkieren. Die Engelgasse bleibt auch für den motorisierten Verkehr gut erreichbar. Die Parkplätze beim Café Gantenbein bleiben nutzbar. Ein mögliches Parkleitsystem kann den Suchverkehr deutlich reduzieren. Die Sperrung der Marktgasse von der Rabengasse bis zum Einlenker in die Gerbergasse am Samstag und Sonntag in den Sommermonaten finden wir sinnvoll.

Die Post als Frequenzbringer in die Altstadt bekommt keine zusätzlichen Einschränkungen für ihre Kunden.

Die Liegenschaftseigentümer in der Altstadt tragen mit ihren Investitionen dazu bei, dass Altstätten ein schönes und besonderes Gesicht hat und dieses auch pflegen will. Sie können dies nur tun, wenn die Wohnungen vermietbar und die Geschäfte Parkplätze in unmittelbarer Nähe anbieten können. Eine „kalte Enteignung“ mit zu starken Einschränkungen für die Erreichbarkeit hätte längerfristig fatale Folgen für den gesamten Standort Altstätten.

Die Arbeitsgruppe anerkennt die Bemühungen des Stadtrates für eine Attraktivitätssteigerung derMarktgasse und damit auch der Altstadt, ohne den motorisierten Verkehr aus der Marktgasse zu verbannen. Die Aufenthaltsqualität wird deutlich erhöht. Es gibt leider genügend Beispiele, wo autofreie Zonen letztlich zu toten Zonen geworden sind. Spätere Rückw.rtsbesinnungen für eine Belebung blieben grösstenteils erfolglos.

Die Arbeitsgruppe Spielraum Altstadt unterstützt den Gegenvorschlag des Stadtrates Altstätten voll und ganz!